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CSD Freiburg 2023

Sa. 24.06.23 Ganztägig

CSD Freiburg 2018

Seit Jahren nehmen tausende Menschen am CSD Freiburg teil, um für Menschenrechte, Gleichstellung, Akzeptanz, Vielfalt und Sichtbarkeit einzutreten.


CSD Freiburg e.V.

Der CSD Freiburg wird ehrenamtlich und unkommerziell organisiert von einem kleinen Team des CSD Freiburg e.V. | freiburg-pride.de

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Wenn du dich engagieren willst, wenn du für die Rechte von LGBTIQ*-Menschen eintreten möchtest, wenn du gegen Diskriminierung, Sexismus, Rassismus, Antisemitismus und Nationalismus bist, mach mit beim CSD-Orga-Team!

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Der CSD Freiburg freut sich über Spenden! Der Christopher Street Day Freiburg e.V. ist als gemeinnütziger Verein anerkannt.

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Forderungen des CSD Freiburg e.V. im Überblick

  • Gegen Ausgrenzung, Diskriminierung und Gewalt
  • Gegen Rechtspopulismus, Nationalismus und religiösen Wahn
  • Lebt euer Leben und eure Gefühle – nicht die Norm!
  • Gegen „Straightacting“ und „Homonorm“
  • Gegen Mehrfachdiskriminierung
  • Gegen Anonymisierung
  • Auf die Straßen!

Gegen Ausgrenzung, Diskriminierung und Gewalt

  • Wir sehen uns als Teil des queeren Feminismus und setzen uns für einen gemeinsamen Kampf für die Rechte aller ein: unabhängig von sozialer, kultureller, geografischer Herkunft, Fähigkeiten, körperlicher Ausprägung oder sexueller Orientierung und Identität
  • Wir fordern die Gleichstellung und Anpassung an queere Lebensrealitäten, frei von religiös dominierten, heteronormativen und sexistisch geprägten Machtvorstellungen
  • Wir fordern mehr Räume für queeren Aktivismus, für Freiburg explizit ein queeres Zentrum im Herzen der Stadt
  • Wir freuen uns über die Öffnung der Ehe, fordern aber die völlige Gleichstellung queerer Lebensgemeinschaften, vor allem in Bezug auf das noch bestehende diskriminierende Adoptionsverfahren für queere Lebensgemeinschaften, welches mit Abänderung des Grundgesetzes aufgehoben werden könnte
  • Wir fordern darüberhinaus eine grundsätzliche gesellschaftliche Auseinandersetzung mit dem bisherigen Konzept von Ehe und Familie
  • Wir fordern die Anpassung der Bildungspläne an queere Lebensrealitäten
  • Wir fordern ein sofortiges Ende der Verbreitung sexistischer Sprache, Rollenbilder und anderer patriarchaler Machtstrukturen (z.B. Lohndiskriminierung aufgrund von Geschlecht oder Geschlechtsidentität und Ausdruck, sexistische Werbung und Bagatellisierung von sexuellen Übergriffen)
  • Wir fordern Gewalttaten statistisch zu erfassen und Hassverbrechen gegen Menschen, die von der Heteronorm abweichen, zu ahnden
  • Wir fordern ein sofortiges Ende der Pathologisierung von trans* und inter*-Personen
  • Wir fordern die Möglichkeit zur unkomplizierten Änderung des Personenstands (Angaben zu Namen und Geschlecht)
  • Wir fordern ein Selbstbestimmungsgesetz, die Abschaffung des Transsexuellengesetz und die Abschaffung von §218, welcher einen Schwangerschaftsabbruch unter Strafe stellt. Jede*r sollte selbst über den eigenen Körper entscheiden. Wir stellen uns hinter “My body, my choice!”
  • Wir fordern das Verbot von geschlechtszuweisenden medizinisch nicht indizierten Operationen an Kindern und Säuglingen vor dessen Einwilligungsfähigkeit
  • Wir sprechen uns gegen die Stigmatisierung und Ausgrenzung von HIV-positiven Menschen aus. Wir fordern eine umfassende nationale und internationale Unterstützung von Risikogruppen. Das beinhaltet konsequentes Fortschreiten von Prävention und Forschung sowie kostenlosen Zugang zu prophylaktischer und akuter Medikation und Therapie (z.B. PReP)
  • Wir wünschen uns mehr Solidarität innerhalb emanzipatorischer sozialer Bewegungen, weil Diskriminierungsformen eng miteinander verschränkt sind
  • Wir fordern das vollständige Ende von Konversionstherapien. Am 7. Mai 2020 wurde ein Gesetz verabschiedet, welches Konversionstherapien bei Minderjährigen bis 18 Jahre verbietet und welches auch ein vollständiges Werbeverbot beinhaltet. Jedoch schützt dies nicht Erwachsene, auch wenn es heißt, dass Therapien bei Erwachsenen auch verboten werden, wenn diese Behandlungen aufgrund eines Willensmangels, Druck oder Gewalt zustande kommen. 

Gegen Rechtspopulismus, Nationalismus und religiösen Wahn

  • Wir fordern das konsequente Vorgehen gegen völkische, nationalistische, rechtsextreme und religiöse Propaganda, die international, europaweit und innerhalb Deutschlands auf dem Vormarsch sind
  • Wir wenden uns entschieden gegen religiöse und staatliche Unterdrückungsstrukturen und sie begünstigende Regierungen und Regime
  • Wir fordern eine konsequente Trennung von Kirche und Staat
  • Wir fordern die Anwendung des allgemeinen Arbeitsrechts (AGG etc.) auch bei kirchlicher Trägerschaft, wenn diese staatliche Aufgaben übernehmen und davon finanziert werden
  • Wir fordern ein Ende des diplomatischen Kuschelkurses mit homo- und trans*feindlichen Staaten und Regimen (z.B. auch Waffenlieferungen). Bsp.: in Freiburgs iranischer Partnerstadt Isfahan wurden 2017 dutzende schwule Männer verhaftet, deren Verbleib bis heute unbekannt ist
  • Wir fordern, dass Rechtspopulist*innen und Nationalromantiker*innen sowie Parteien, wie z.B. die AfD, daran gehindert werden mit ihren menschenverachtenden Forderungen und Inhalten den öffentlichen Diskurs zu dominieren
  • Wir fordern die Unterstützung von Menschen, die aufgrund ihrer körperlichen Ausprägung oder ihrer sexuellen Identität oder Orientierung fliehen mussten und müssen. Unter Geflüchteten sind LSBTIQA*-Menschen eine mehrfach gefährdete Gruppe, der besonderer Schutz zuteilwerden muss
  • Wir sind gegen eine weitere Verschärfung und Aushöhlung des Asylrechts
  • Wir fordern das Ende der Residenzpflicht
  • Wir fordern ein Bleiberecht für alle
  • Egal, welche Maske den Faschismus verschleiert, reißt sie herunter – wir haben keine Lust unser Leben von irgendwelchen Erdogans, Putins, Trumps und Petrys diktieren oder bedrohen zu lassen
  • Wir solidarisieren uns mit allen LSBTIQA*-Aktiven, die von Verfolgung betroffen sind, und unterstützen sie in ihren Kämpfen
  • Lebt euer Leben und eure Gefühle – nicht die Norm!
  • Unsere Forderungen richten sich nicht nur an die Politik und die heteronorme Gesellschaft, sondern auch an die queere Community bzw. die „Gayszene“
  • Wir fordern von den verschiedenen Szenen sexueller Vielfalt, sich als Gemeinschaft zu begreifen. Der Kampf der Lesben ist der Kampf der Schwulen. Schwule Interessen sind nicht losgelöst von trans*themen zu sehen
  • Wir fordern alle lesbischen, schwulen, bisexuellen, a_sexuellen, poly*, trans*, inter*, und queeren Personen auf, die jeweiligen Belange mit Sensibilität zu betrachten und sich miteinander zu solidarisieren. Nur gemeinsam sind wir stark

Gegen „Straightacting“ und „Homonorm“

  • Wir wollen keine blinde Unterwerfung bei Normen und Schönheitsidealen, gerade nicht innerhalb der LSBTIQA*-Szene
  • Wir wenden uns gegen heteronormative Rollenbilder, Körpernormen und die sogenannte „Homonorm“. Es gibt mehr als identitäre Zuschreibungen wie Butch und Femme oder Muskelpaket, Bär und Tunte
  • Wir sprechen uns gegen das besonders in der schwulen Szene zunehmende „Straightacting“ und „heterolike“ aus. Dies ist eine Tendenz, die homosexuellen Menschen heteronormatives Verhalten, Auftreten und Erscheinen überstülpt und Homosexualität in der Öffentlichkeit am Liebsten unsichtbar sähe. Die queere Szene entzieht sich damit selbst ihrer gesellschaftlichen Existenzgrundlage
  • Wir ermutigen alle, mit ihrem Aussehen und ihrem Verhalten die Norm zu sprengen

Gegen Mehrfachdiskriminierung

  • Wir fordern ein Ende von Szene-internen Diskriminierungen, die sich besonders in sozialen Netzwerken und Dating-Plattformen häufen. Es ist völlig inakzeptabel, wenn Menschen beleidigt werden, weil sie angeblich zu klein, zu groß, zu dick oder zu dünn sind, weil sie dunkle oder helle Haut haben oder weil sie aus einem anderen geografischen oder sozialen Milieu stammen
  • Wir wünschen uns auch und insbesondere von der LSBTIQA*-Community eine bewusstere Wahrnehmung von (Mehrfach-)Diskriminierung und den Zusammenhängen von gesellschaftlichen Unterdrückungsmechanismen
  • Der CSD Freiburg positioniert sich gegen eine Stigmatisierung von physisch und psychisch Kranken und jede Form von Ableismus, Rassismus, Sexismus, Antisemitismus und allen anderen Formen gruppenbezogener Menschenfeindlichkeit. Wir fordern alle auf, dagegen aktiv zu werden!

Gegen Anonymisierung

  • Wir wünschen uns, dass queeres Leben wieder öffentlicher und sichtbarer stattfindet – nicht nur virtuell
  • Wir wünschen uns, dass homosexuelle bzw. queere Bekundungen von Zuneigung und Zärtlichkeit genauso ihren Platz in der Öffentlichkeit haben wie Heterosexuelle. Es darf nicht sein, dass Frauen, die Hand in Hand gehen, mit Pfiffen belegt werden. Es darf nicht sein, dass Männer verprügelt werden, wenn sie sich in der Öffentlichkeit küssen
  • Wir wünschen uns, dass Sexualität nicht vom restlichen Leben entkoppelt und damit in dunkle tabuisierte Räume verbannt wird
  • Wir fordern alle lesbischen, schwulen, bisexuellen, a_sexuellen, poly*, trans*, inter*, und queeren Personen auf, sich wieder und mehr sichtbar zu machen. Versteckt euch nicht und zieht euch nicht in virtuelle soziale Netzwerke zurück
  • Unser Leben ist genauso öffentlich oder privat wie das aller anderen Menschen

Auf die Straßen!

Wir stehen in der Tradition der Straßenschlachten von 1969 in der New Yorker Christopher Street. Die Freiheiten, die LSBTIQA* heute genießen, sollten selbstverständlich sein, doch sie sind spät und hart erkämpft worden. Jederzeit können sie zurückgenommen werden, wenn rechte, religiöse und völkische Ideen in der Gesellschaft erstarken. 

Seit nunmehr 8 Jahren wiederholen wir diese Forderungen fast im gleichen Wortlaut. Der Bundestag hat im Frühjahr 2017 die Rehabilitierung und Entschädigung von schwulen Männern, die nach §175 verurteilt wurden, beschlossen. Die Öffnung der Ehe für gleichgeschlechtliche Paare folgte nur einen Tag vor unserem CSD 2017. 2018 folgte nun formal die Entpathologisierung von trans*-Menschen durch die Neuauflage des ICD 11 der WHO, sowie die mögliche amtliche Geschlechtseintragung “divers” neben weiblich und männlich. Damit wurden gerade mal vier unserer jahrelang gestellten Forderungen erfüllt (allerdings nicht vollumfänglich, wie die ärztliche Begutachtung beim Geschlechtseintrag zeigt – eine selbstbestimmte Zuschreibung von Geschlecht in Deutschland ist weiterhin nicht möglich). Es zeigt aber auch, dass es sich bei unserem Kampf und politischem Aktivismus nicht nur um leere Worthüllen handelt. 

Wir solidarisieren uns mit allen LSBTIQA*-Aktiven, allen von der Heteronormativität Unterdrückten, allen Kämpfenden und allen Verfolgten weltweit. 

Wir fordern alle lesbischen, schwulen, bisexuellen, a_sexuellen, poly*, trans*, inter*, und queeren Personen auf, über den eigenen Tellerrand hinauszuschauen und sich den Belangen anderer emanzipatorischer sozialer Bewegungen zu widmen. 

Wir feiern, lachen, weinen, arbeiten, faulenzen, freuen uns und streiten zusammen – und solange Ungerechtigkeiten bestehen, werden wir uns auf den Straßen sehen


Quelle: https://freiburg-pride.de

CSD Freiburg 2022

CSD Freiburg 2021

CSD Freiburg 2020

CSD Freiburg 2019

CSD Freiburg 2018

CSD Freiburg 2017

CSD Freiburg 2016

CSD Freiburg 2015

CSD Freiburg 2014

Pride Month 2023

Der Pride Month steht für Stolz, Toleranz und Selbstbewusstsein – und kämpft damit gegen Kriminalisierung, Stigmatisierung und Ausgrenzung. | Wikipedia

Der kostenlose Audioguide „Queere Geschichte*n Freiburg“ erzählt an 27 Stationen in Freiburg historische und aktuelle Geschichten über queere Personen, Themen, Ereignisse, Kontroversen, Szenen und Orte erzählt: queere-geschichten-freiburg.de


Station 1: „Christopher Street Day“

Der CSD geht auf einen Aufstand von queeren BIPOCs im Stonewall Inn in New York 1969 zurück. In Freiburg findet er zum ersten mal 1989 statt, mit radikalen politischen Ansprüchen. Seit Beginn bestehen Spannungsfelder rund um die politische Ausrichtung, das Verhältnis Party/Politik, zwischen den teilnehmenden Gruppen und um die Rolle von cis hetero Personen.

Pride: 24.06.2023

Der CSD Freiburg 2023 startet am 24.06.2023 um 14 Uhr am Platz der Alten Synagoge.

Motto 2023

Das Motto für den CSD Freiburg 2023 ist noch nicht bekannt.


Motto 2022

CSD Freiburg 2022

Liebe grenzenlos – Amour sans frontières

Unser Motto ist zweisprachig weil wir in diesem Jahr Landesgrenzen überschreitend mit Prides in Frankreich und der Schweiz kooperieren.

Grade in diesen Zeiten wird uns einmal mehr vor Augen geführt wie sehr uns Grenzen gefährlich werden können und wie wichtig Solidarität ist. Ein Angriffskrieg mitten in Europa schien für uns alle unvorstellbar umso mehr erschüttert uns alle die Grausamkeit die hinter nationalistischem Denken und totalitären Machtansprüchen steht. Mit unserem Motto beziehen wir uns nicht nur auf die Gewalt und das Leid das durch Ländergrenzen entsteht, sondern auch auf Grenzen die in unseren Köpfen existieren und ebenfalls für Leid und Ausgrenzung sorgen.

Grenzen außerhalb von Köpfen

Putins Angriffskrieg lässt Grenzen des kalten Kriegs wieder auferstehen. Auf der anderen Seite versucht er seit Jahren auch innerhalb der russischen Gesellschaft Grenzen gegen Minderheiten insbesondere LSBTTIQ* aufzubauen. Damit ist er leider nicht alleine – weltweit sind LSBTTIQ* Menschen Ziel von Ausgrenzung und Angriffen. Staatliche und gesellschaftliche Gewalt treiben Menschen in die Flucht, nationale Grenzen, wie die EU Außengrenze, führen dazu, dass Tausende im Mittelmeer ertrinken oder durch Abschiebungen massiver psychischer und körperlicher Gewalt ausgeliefert werden. Staaten investieren lieber Geld in Grenzen und Abschreckung als ein friedliches Zusammenleben aller Menschen weltweit möglich zu machen.

Grenzen innerhalb von Köpfen

Nationalistische, rechte und konservative Parteien manifestieren nicht nur nationalstaatliche Grenzen, sondern sind auch massiv daran beteiligt Grenzen in den Köpfen zu errichten. 
Um ihre Macht zu erhalten und auszubauen betreiben sie politischen Populismus auf dem Rücken von Minderheiten. Nicht nur politische Ideologien bedrohen LSBTTIQ* Menschen, sondern auch religiöse Institutionen in Deutschland, Europa und weltweit.

Umso mehr müssen wir uns darauf besinnen uns nicht von Hass und Vorurteilen vergiften zu lassen und auch die Grenzen in unseren eigenen Köpfen und Gedanken zu überwinden.

Grenzen verschwinden durch Solidarität, Akzeptanz und Liebe!


Motto 2021

CSD Freiburg 2021

Break free!

so lautet das Motto des Freiburger CSD 2021.

In Zeiten, in denen sich Gefangensein auf verschiedenste Weisen zeigt, bleibt die Befreiung unsere Losung.

Mentales Gefangensein

Oft sind die Fesseln, die uns davon abhalten, frei zu leben und unsere Bedürfnisse zu verwirklichen eher mentaler als manifester Natur. Mentales Gefangenensein kann viele Ursachen haben. Diese können bis weit in die Kindheit zurückreichen, basierend auf mangelndem Vertrauen, Wertschätzung oder Erziehungsformen oder Werten in der Familie. Mentales Gefangensein kann seine Ursachen aber auch in gesamtgesellschaftlichen Normen und Gesetzen haben, die uns verbieten zu sein, wer wir sein wollen, oder zu lieben, wen wir lieben. Freundinnenkreise, Beziehungen, Ehen, Justiz und Polizei, Gesellschaftsformen, Religionen oder Staaten können dazu beitragen, dass wir innerlich gefangen sind und uns daran hindern zu leben.

Break free!

Manifeste Gefangenschaft

Weltweit werden queere Menschen gejagt, verfolgt, inhaftiert, gefoltert und mit dem Tode für das bestraft, was sie sind – queer, schwul, lesbisch, bisexuell, transident, transgender, transsexuell, intersexuell, oder eine andere Form die nicht der Heteronorm entspricht. Ob es Religiöse, Nationalistinnen, Rechte, Konservative, ob es Staaten, Kirchen oder welche Art von Machtapparaten auch immer sind, die uns am Leben hindern.

Break free!

Solidarität

Ob es Menschen sind, die innerlich so sehr gefangen sind, dass sie sich nicht trauen, ihre Liebe zu leben, ob es Menschen sind, die in Familien, Ehen oder anderen sozialen Gefügen gefangen sind und sich nicht trauen, zu ihren Bedürfnissen zu stehen. Ob es queere Aktivist*innen sind, die in Gefängnissen sitzen oder all die anderen queeren Menschen, die an Unfreiheit leiden. Gefangensein hat viele Gesichter und das Schlimmste ist, darin allein gelassen zu sein. Deshalb ist es wichtig, dass wir uns sehen, dass wir uns gegenseitig wahrnehmen, helfen und zur Seite stehen.

Break free!

Stand together! Gemeinsam gegen das Gefangensein! Zusammen für die Freiheit und die Liebe!


Motto 2020

CSD Freiburg 2020

Abwehrkräfte stärken… gegen Nazis, Covid-19 und andere gefährliche Bedrohungen!

Wir entschuldigen uns, falls sich durch die Wortwahl im bisherigen diesjährigen Motto Menschen verletzt fühlten bzw. falls es dadurch zu Irritationen kam.

Wir haben uns entschieden das Wort „Seuche“ aus dem bisherigen Motto zu streichen.

Deshalb lautet das Motto des Freiburger CSD 2020:

„Abwehrkräfte stärken… gegen Nazis, Covid-19 und andere gefährliche Bedrohungen.“

Dennoch eine Erklärung zum diesjährigen Motto:

Mit dem diesjährigen Motto wollen wir darauf aufmerksam machen, dass unsere Community auf vielfältigste Arten bedroht wird.

Das Wort „Seuche“ im Mottotext zu verwenden war vor allem im Hinblick auf die stigmatisierende Verwendung des Begriffs gegen HIV-positive Menschen in der Geschichte unserer Bewegung unbedacht, auch wenn uns nichts ferner lag als diese Assoziation zu wecken.

Es ging uns nie darum mit dem Wort „Seuche“ Menschen mit Krankheiten gleichzusetzen. Es war von Anbeginn immer Teil der Forderungen des Freiburger CSD die Stigmatisierung von HIV-positiven Menschen endlich zu beenden und sowohl medizinisch wie auch sozial den Fortschritt voranzutreiben.

Wir wenden uns entschieden gegen den Vorwurf nationalsozialistische Rhetorik salonfähig zu machen.

Wer den Freiburger CSD kennt weiß, dass wir uns seit 2014 von Beginn an klar und deutlich gegen gegen Faschismus, Rechtsextremismus, Nationalismus und gegen alle anderen antiemanzipatorischen Kräfte einsetzen. Wir bekennen uns klar zu den politischen Wurzeln unserer Pridebewegung und werden das auch künftig tun.

Die Wurzeln unserer alljährlichen Pride-Feierlichkeiten liegen im Aufbegehren von Menschen der LSBTTIAQ*-Community in der NewYorker Christopher Street 1969. Der Kampf für gleiche Rechte und Akzeptanz sind seit Anbeginn Teil unserer Community.

Mit unserem diesjährigen Motto richten wir den Fokus auf den Kraftakt als einzelne Person zu sich selbst zu stehen, als Gemeinschaft zu bestehen und solidarisch zu sein mit denen die Hilfe brauchen.

Warum Abwehrkräfte stärken?

In der aktuellen Krise um COVID-19 gilt es unsere eigenen Abwehrkräfte zu stärken. In Zeiten von „sozialer Distanz“ („social distancing“) und „emotionaler Isolation“ („emotional isolation“) geht es darum körperlich und emotional fit zu bleiben und nicht aufzugeben. Risiken abzuwägen, sich selbst und andere nicht zu gefährden und vor allem einander zu helfen, soll das Gebot der Stunde sein, damit wir diese Krise gemeinsam überstehen.

Warum der Bezug zu Covid-19?

Die derzeitige Krise um das Covid-Virus betrifft und gefährdet alle Menschen weltweit und belastet unsere Community in besonderem Maße im täglichen Leben. Auch aus diesem Grund haben wir uns entscheiden das Covid-Virus in unserem diesjährigen Motto explizit zu benennen.

Trotz dieser aktuellen Belastungen oder gerade deshalb dürfen wir unsere erkämpften Rechte, Ziele und Ideale nicht aufgeben und uns schon gar nicht von kruden Verschwörungstheorien oder menschenverachtenden Hetzer*innen verführen lassen.

In diesen Zeiten der Verunsicherung und schier unplanbarer Zukunftsaussichten ist es umso wichtiger, besonnen zu bleiben, einen kühlen Kopf und die Menschlichkeit im Herzen zu bewahren.

Warum wir Nazis im Blick haben?

Auch wenn auf der tagespolitischen Agenda derzeit kaum ein anderes Thema als COVID-19 zu existieren scheint, gibt es leider noch andere massive Bedrohungen für die LSBTTIAQ*-Community.

Nationalismus, Rechtsextremismus, Rechtskonservatismus und religiöser Fanatismus bedrohen uns seit jeher und erleben als politische Strömungen seit Jahren eine gesellschaftliche Renaissance. Wir müssen unsere Abwehrkräfte stärken gegen alles was uns von rechts bedroht. Wir müssen aktiv werden gegen den Übergriff auf offener Straße, gegen Ressentiments in den Köpfen und gegen politische Organisationen und Parteien wie z.B. die AfD.

Warum wir auch die anderen gefährlichen Bedrohungen nicht aus dem Blick verlieren dürfen?

Da unsere Community nicht nur aus wohlhabenden, weißen, schwulen CIS-Männern besteht, ist es wichtig, dass unser Fokus intersektional und solidarisch BLEIBT!

Unsere politischen Forderungen sind so vielfältig wie die gesamte LSBTTIAQ-Community. Schwule oder lesbische Themen sind für uns nicht losgelöst von Trans– und Interthemen zu sehen. Queerer Feminismus ist uns ebenso wichtig wie ein starkes Engagement für ein Klima, dass diese Welt als lebenswerten Ort für alle Menschen erhält.

Wir müssen solidarisch sein mit den Menschen die täglich an den europäischen Außengrenzen stranden und sterben. Unsere Community muss den reaktionären und antiemanzipatorischen Kräften in unserer Gesellschaft die Stirn bieten und einen menschlichen Gegenpol darstellen.

Marsha P. Johnson war eine zentrale Figur für unsere Pride-Bewegung. Als POC-Transperson und Dragqueen engagierte sie sich für Sexarbeiterinnen, die HIV-Kampagne ACT UP und viele weitere Themen der LSBTTIAQ-Community und hat damit auch klar gezeigt, dass unsere Kämpfe intersektional sind.

Wir als CSD Freiburg unterstützen die blacklivesmatter-Bewegung (BLM) und kämpfen gegen Rassismus ebenso wie für die Rechte von LSBTTIAQ*.

Unsere Abwehrkräfte können wir besonders dadurch stärken, indem wir einander wahrnehmen. Wir werden nicht dadurch stark, dass wir uns nur für unsere eigenen persönlichen Belange einsetzen, sondern dadurch, dass wir einander sehen, zuhören und uns auch füreinander einsetzen. Das ist Solidarität.

Lasst uns unsere Abwehrkräfte stärken, jeder für sich und gemeinsam; für die Rechte und Akzeptanz von LSBTTIAQ und aller anderen Menschen.

Damit wir überstehen was uns aktuell und in Zukunft bedroht.

Lasst uns dafür kämpfen, dass sich kein Mensch mehr für seine Liebe verstecken muss.

Für die LIEBE
Und einen weiterhin fruchtbaren Diskurs.

Route 2022

  • Platz der Alten Synagoge (Start)
    Google Maps
  • Bertoldstraße
  • Salzstraße
  • Schwabentorring
  • Wallstraße
  • Kaiser-Joseph-Straße
  • Friedrichring
  • Rotteckring
  • Belfortstraße
  • Wilhelmstraße
  • Konzerthaus (Ende)

Karte 2022

Ort

Stühlinger Kirchplatz
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Programm

  • coming soon

Location

Hans-Bunte-Areal
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Tickets

freiburg-pride.ticket.io/umj74m81


Line-up auf 4 Floors

coming soon


Rückblick: 2014-2022

Fotos

Videos

Platz der Alten Synagoge

Bertoldstraße 30
Freiburg, 79098 Germany
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