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PRIDE Friedrichshafen 2022

Sa. 23.07.22 Ganztägig

Progress Pride Flag

Motto 2022

„Endlich gleiche Rechte für uns Alle!“

+++ Endlich gleiche Rechte für uns Alle! +++ 
 
Pride Weekend und Kundgebung zum internationalen Tag gegen Homo-, Bi- und Transfeindlichkeit 
 
Am 17. Mai 2022 wird am Internationalen Tag gegen Homo-, Bi- und Transfeindlichkeit zum 1. mal vor dem Rathaus in Friedrichshafen die Regenbogenflagge gehisst.
 
Wir sind queere, lesbische, bisexuelle, nichtbinäre, agender, schwule, trans* Personen, solidarische heterosexuelle und viele weitere. Unterstützt werden wir von der Blauen Blume e.V. 
 
Zusammen wollen wir zeigen, dass Liebe vielfältig ist und queere Personen genauso lieben und geliebt werden wie heterosexuelle Personen. Wir setzen ein ganz klares Zeichen dafür, dass Vielfalt uns vereint und nicht trennt. Wir lieben nicht anders. Leider möchten das immernoch viele Personen und Parteien nicht wahrhaben. Deshalb kämpfen wir für Sichtbarkeit und die Liebe, denn auch Bodensee Oberschwaben ist bunt!
 
Letztes Jahr wurde von allen im Friedrichshafener Gemeinderat vertretenen Fraktionen außer der CDU ein Antrag an die Verwaltung der Stadt Friedrichshafen gestellt. Inhalt des Antrags war die Beflaggung des Rathauses mit einer Regenbogenflagge zum IDAHOBIT (Internationaler Tag gegen Homo-, Bi- und Transfeindlichkeit). 
 
Die CDU hat damals einen Gegenantrag gestellt, wobei Gegenanträge zu stellen äußerst ungewöhnlich ist. Ihre Argumente waren, dass die Beflaggung mit Regenbogenflagge die „Neutralität“ des Hauses gefährde. Warum solle man Menschen mit gewissen „sexuellen Einstellungen“, so Wortlaut der CDU, diese besondere Aufmerksamkeit schenken? 
 
„Die Formulierung „sexuelle Einstellung“ ist eine von Vorurteilen geprägte Sicht auf Queere Personen. Es handelt sich nämlich um eine sexuelle Orientierung, keine Einstellung. Kein Mensch entscheidet sich für eine Sexualität oder geschlechtliche Identität. 

Ebenso kann es nicht sein, dass eine Partei und eine Stadtverwaltung neutral gegenüber Diskriminierung von queeren Menschen sein möchte. Wir brauchen keine Neutralität, wir brauchen eine ganz klare Positionierung für Akzeptanz!“, so pressesprechende Person Jonathan Oremek (17).
 
Dennoch fand der Antrag mit großer Mehrheit Anklang und dieses Jahr wird zum ersten Mal am Rathaus eine Regenbogenflagge zum 17. Mai, dem IDAHOBIT, gehisst. 
 
Anlässlich dieser Beflaggung wird es einen Stand ab 15:00 vor dem Rathaus geben und ab 17:00 eine Kundgebung, wo neben Vertretenden der queeren Community auch die Gleichstellungsbeauftragte des Bodenseekreises, Veronika Wäscher-Göggerle sprechen wird. 
 
„Wir haben es satt, dass über uns geredet wird, aber nicht mit uns. Wir erleiden tägliche Diskriminierungserfahrungen am Bodensee und sagen STOPP! „, fügt Oremek hinzu.
 
Es gibt neben lokaler Diskriminierung am Arbeitsplatz, auf der Straße oder in der Schule auch strukturelle Diskriminierung die immer noch vom Staat ausgeht. 
 
Nach wie vor gibt es in vielen Bereichen, wie bspw. bei der Gründung einer Familie, keine gleichberechtigte Behandlung. Lesbische Paare werden durch das Abstammungsgesetz weiterhin diskriminiert, ihnen wird die Adoption erschwert und sogenannte „Konversionstherapien“ sind immernoch erlaubt, welche homosexuelle Menschen sowie trans* Personen „heilen“ sollen. Dabei bedarf Queerness keiner Heilung! Weitere Beispiele von Diskriminierung gegen queere Personen ist das veraltete, diskriminierende TSG (Transsexuellengesetz), welches trans* Personen den Weg zur Geschlechtsangleichung erschweren soll. Ebenso gibt es immernoch Einschränkungen beim Blutspenden und zu wenig Aufklärung allgemein.
 
Daher fordern wir zurecht ENDLICH GLEICHE RECHTE FÜR UNS ALLE! 
 
Zusammen stellen wir folgende Forderungen an den Bodenseekreis und Landkreis Ravensburg:
 
1. Vom Bodenseekreis und dem Landkreis Ravensburg, sowie den Kommunen finanzierte oder zumindest unterstützend finanzierte Schaffung von Beratungsstrukturen für Betroffene und deren Angehörige sowie Fachkräfte. Die Mittel für die Beratungsstrukturen sowie die Trägerschaft könnten auch von einem freien Träger oder aus Fördertöpfen kommen und übernommen werden. Dort soll es ausgebildetes und qualifiziertes Personal geben, welches in Kooperation mit bereits bestehenden queeren Strukturen, wie z.B. der trans* youth Bodensee aus dem Verein Übergang zur Vielfalt. Die Versorgung soll mit Beratung sichergestellt werden. Dies  an einer zentralen Stelle, wie bspw. Friedrichshafen oder Ravensburg . Wir wünschen uns eine enge Zusammenarbeit mit den Gleichstellungsbeauftragten der jeweiligen Landkreise. 

2. Weiterbildung und Sensibilisierung in Bezug auf queere Themen für Lehrkräfte, Sozialarbeitende, Beschäftigte in der Verwaltung und andere relevante Stellen, um die Ungleichbehandlung von queeren Personen überhaupt erst verstehen zu können um dann handeln zu können. (Anti-Bias Schulungen, Aufbau von sogenannter Regenbogenkompetenz, queere Jugendarbeitsstrukturen) 

3. Gezielte Aufklärungsarbeit gegen Queerfeindlichkeit an Schulen, Hochschulen und den Beteiligungsfirmen von Landkreis und Städten (Stadtwerke, ZF, ZEPPELIN, usw.) sowie entschlossenes Vorgehen gegen Gewalt an queeren Menschen und Präventiosarbeit in den Landkreisen. (Einrichtung von Runden Tischen, Präventionsprogrammen, Unterstützung Betroffener) 

4. Das etablieren von dezentralen safer spaces, also Treffpunkte und Orte für queere Menschen – und zwar in jeder Stadt und Gemeinde in den Landkreisen. 

5. Eine bessere medizinische und psychosoziale Versorgung von insbesondere transMenschen im Bodenseekreis und Umgebung. Alle zuständigen Ärztinnen befinden sich in Ulm, Konstanz oder noch weiter weg. Eine zuverlässige Versorgung muss gewährleistet werden!

Wir veranstalten zudem ein Pride Weekend vom 22.07. bis zum 24.07. Eine besondere Bedeutung wird die Queer Pride, ein Demozug am 23.07. vom Augustusplatz einnehmen, auf der wir unseren Forderungen nochmals Nachdruck verleihen werden. Unser Motto lautet: „Endlich gleiche Rechte für uns Alle!“
 
Der genaue Ablauf mit Workshops und Vorträgen wird mit freundlicher Unterstützung bei Queer Freiburg auf der Website sowie auf Instagram @lgbtqbodensee veröffentlicht.
 
Vor der Liebe schwindet die Furcht und für die Liebe kämpfen wir!
 
Wir hoffen, dass sich einige Personen unserem Kampf für die Liebe und die Anerkennung von Geschlechtsidentitäten anschließen.

1. Vom Bodenseekreis und dem Landkreis Ravensburg, sowie den Kommunen finanzierte oder zumindest unterstützend finanzierte Schaffung von Beratungsstrukturen für Betroffene und deren Angehörige sowie Fachkräfte. Die Mittel für die Beratungsstrukturen sowie die Trägerschaft könnten auch von einem freien Träger oder aus Fördertöpfen kommen und übernommen werden. Dort soll es ausgebildetes und qualifiziertes Personal geben, welches in Kooperation mit bereits bestehenden queeren Strukturen, wie z.B. der trans* youth Bodensee aus dem Verein Übergang zur Vielfalt. Die Versorgung soll mit Beratung sichergestellt werden. Dies  an einer zentralen Stelle, wie bspw. Friedrichshafen oder Ravensburg . Wir wünschen uns eine enge Zusammenarbeit mit den Gleichstellungsbeauftragten der jeweiligen Landkreise. 

2. Weiterbildung und Sensibilisierung in Bezug auf queere Themen für Lehrkräfte, Sozialarbeitende, Beschäftigte in der Verwaltung und andere relevante Stellen, um die Ungleichbehandlung von queeren Personen überhaupt erst verstehen zu können um dann handeln zu können. (Anti-Bias Schulungen, Aufbau von sogenannter Regenbogenkompetenz, queere Jugendarbeitsstrukturen) 

3. Gezielte Aufklärungsarbeit gegen Queerfeindlichkeit an Schulen, Hochschulen und den Beteiligungsfirmen von Landkreis und Städten (Stadtwerke, ZF, ZEPPELIN, usw.) sowie entschlossenes Vorgehen gegen Gewalt an queeren Menschen und Präventiosarbeit in den Landkreisen. (Einrichtung von Runden Tischen, Präventionsprogrammen, Unterstützung Betroffener) 

4. Das etablieren von dezentralen safer spaces, also Treffpunkte und Orte für queere Menschen – und zwar in jeder Stadt und Gemeinde in den Landkreisen. 

5. Eine bessere medizinische und psychosoziale Versorgung von insbesondere transMenschen im Bodenseekreis und Umgebung. Alle zuständigen Ärztinnen befinden sich in Ulm, Konstanz oder noch weiter weg. Eine zuverlässige Versorgung muss gewährleistet werden!

Programm 2022

Samstag, 23.07.2022 – Demo & Kundgebung


Queer Guide für den Bodensee

CSD Friedrichshafen

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