[NETZWERK LSBTTIQ BW] Nach Regierungsbildung: Rechte von lsbttiq Menschen weiter stärken!

Pressemitteilung, Freiburg, 25. Mai 2021

Das Netzwerk LSBTTIQ Baden-Württemberg begrüßt die im Koalitionsvertrag festgelegten Ziele zum Ausbau der Rechte von lsbttiq Menschen in Baden-Württemberg. Wir bedanken uns für die explizite Erwähnung des Netzwerks im Koalitionsvertrag und freuen uns auf die Zusammenarbeit mit der neuen Landesregierung.

Das Netzwerk LSBTTIQ Baden-Württemberg begrüßt die im Koalitionsvertrag veröffentlichte Willenserklärung der neuen Landesregierung zur Stärkung der Rechte von lsbttiq Menschen. Besonders freuen wir uns über die Nennung des Netzwerks als Ansprechpartner für alle LSBTTIQ-relevanten Fragen, Belange und Themen. Die gebündelte Erfahrung und Expertise unserer mehr als 120 Mitgliedsorganisationen stellen wir hierfür gerne zur Verfügung, und wir freuen uns darauf, den Aktionsplan „Für Akzeptanz & gleiche Rechte“ in Baden-Württemberg gemeinsam fortzuschreiben und weiterzuentwickeln.

Zudem begrüßen wir, dass die zukünftige Landesregierung sich für die Rechte von LSBTTIQ Geflüchteten einsetzen und kultursensible und zielgruppenspezifische Angebote zur Verfügung stellen möchte. „Wir weisen an dieser Stelle erneut auf unsere wichtige Forderung hin, dass den bei Asylverfahren eingesetzten Übersetzer_innen eine Weiterbildung in LSBTTIQ-spezifischen Fluchtursachen angeboten werden soll“, betont Jj Link vom Sprechendenrat des Netzwerks. „Denn sonst läuft ihre so wertvolle Arbeit bedauerlicherweise manchmal ins Leere.“

Nach wie vor sehr hoch ist der Bedarf an Beratung für LSBTTIQ sowie an Fortbildung von Fachkräften in bereits bestehenden Beratungsstellen. Hier gilt es, die bestehenden Strukturen zu stärken und weiter auszubauen.

Das Thema Vielfalt spielt auch im Bereich der Bildung eine entscheidende Rolle. „Sowohl Einrichtungen der frühkindlichen Bildung als auch Schulen sind zentrale Orte, an denen Kinder und Jugendliche für vielfältige Lebensentwürfe und Familiensituationen sensibilisiert werden können“, sagt Janka Kluge vom Sprechendenrat des Netzwerks. „Wir hoffen, dass die Umsetzung und Weiterentwicklung des Bildungsplans in den nächsten Jahren entscheidend vorangebracht wird – dazu gehört auch die gezielte Schulung von Pädagog_innen und Lehrer_innen zu LSBTTIQ-Themen sowie die Erarbeitung und Bereitstellung entsprechender Bildungsmaterialien.“

Die Schaffung einer Antidiskriminierungsstelle des Landes ist ein wichtiger Schritt, um bestehende Diskriminierung abzubauen, Aufklärungsarbeit in Bezug auf LSBTTIQ zu leisten und Hasskriminalität entgegenzuwirken. Mit einem Landesantidiskriminierungsgesetz bezieht Baden-Württemberg klar Stellung für eine offene und diskriminierungsarme Gesellschaft.

Wir begrüßen ebenfalls die Ankündigung der neuen Landesregierung, sich im Bundesrat für LSBTTIQ-Rechte einzusetzen. Wir freuen uns auf die Zusammenarbeit!

Quelle: https://www.netzwerk-lsbttiq.net